Photooxidation

Photooxidation von Abluft mittels VUV

Die Reinigung findet in der Luft statt - nicht im Filter.

Konventionelle Abluftreinigung arbeitet mechanisch: Fett und Geruchsträger werden abgeschieden, gesammelt und entsorgt. Die VUV-Photooxidation verfolgt einen anderen Ansatz. Sie zerlegt die Belastung dort, wo sie entsteht – direkt im vorbeiströmenden Abluftstrom.
Herzstück der oxylight®-Systeme sind Vakuum-UV-Strahler, die Licht im Bereich um 185 nm emittieren. Diese Wellenlänge ist kurzwellig und energiereich genug, um zwei Effekte gleichzeitig auszulösen:

1. Direkte Photolyse. Die Photonen treffen unmittelbar auf Fett- und Geruchsmoleküle und brechen deren chemische Bindungen auf. Große, klebrige Moleküle werden in kleinere, flüchtige Bruchstücke zerlegt.

2. Erzeugung reaktiver Oxidationsmittel. Aus dem Luftsauerstoff der Abluft entstehen Ozon (O₃), angeregte Sauerstoffatome (O*) und OH-Radikale. Ihre Oxidationskraft steigt in der Reihenfolge O₃ < O < OH**. Diese Spezies greifen die zuvor aufgebrochenen Molekülfragmente an und oxidieren sie schrittweise weiter – im Idealfall bis zu CO₂ und Wasser.

Der entscheidende Unterschied zu rein strahlungsbasierten UV-C-Verfahren: Die Wirkung endet nicht an der Bestrahlungszone. Die gebildeten Oxidationsmittel werden mit der Strömung weitergetragen und arbeiten im nachgelagerten Kanalsystem weiter. Genau dort, wo sich bei konventionellen Anlagen Fettschichten aufbauen, findet der Abbau statt.

Was das im Betrieb bedeutet

  • Kein Aufbau von Fettablagerungen im Abluftkanal - die regelmäßige Kanalreinigung durch externe Spezialdienste entfällt
  • Deutlich reduziertes Brandrisiko, da die brennbare Fettschicht gar nicht erst entsteht
  • Geruchsbeseitigung statt Geruchsverdeckung - die Geruchsträger werden chemisch zerlegt, nicht adsorbiert
  • Wärmerückgewinnung bleibt nutzbar, da die Wärmetauscherflächen sauber bleiben
  • Kein Verbrauchsmaterial wie Aktivkohle, keine Filterentsorgung
  • PUV-Strahler mit bis zu 10.000 Betriebsstunden bei über 80 % Photonenausbeute - herkömmliche GPH-Lampen liefern nur rund 1.500 Stunden wirksame Leistung
  • Ausführung nach DIN 18869-7, Anhang A
  • Die UV-Strahlung ist durch die vorgeschalteten Edelstahl-Fettfilter vollständig abgeschirmt - kein Strahlungsaustritt in den Küchenbereich