Abluft Industrie

Abbau von VOC und Gerüchen durch Photooxidation

Die Atmosphäre reinigt sich selbst: Hydroxylradikale, die durch solare UV-Strahlung aus Wasserdampf und Sauerstoff entstehen, oxidieren Kohlenwasserstoffe, flüchtige organische Verbindungen (VOC) und andere Emissionen – einschließlich des Treibhausgases Methan – zu harmlosen Endprodukten wie CO₂ und H₂O. Peschl Environment setzt genau dieses Prinzip zuverlässig im industriellen Maßstab um.

Das Selbstreinigungsprinzip der Atmosphäre - industriell nutzbar gemacht.

Die oxylight®PRO-Systeme nutzen Vakuum-UV-Strahlung (VUV, λ = 185 nm) und UV-C-Strahlung (λ = 254 nm), um im Abluftstrom hochreaktive Oxidationsmittel zu erzeugen: Hydroxylradikale, angeregten Sauerstoff O(¹D) und Ozon. Diese bauen organische Schadstoffe in Sekundenbruchteilen ab. Messbar, reproduzierbar und ohne Sekundärabfälle.

Wirkprinzipien kurz erklärt

VUV-Photooxidation

VUV-Strahlung unterhalb von 200 nm initiiert eine Kaskade photochemischer Reaktionen direkt im Luftstrom. Die Reaktivitätskaskade OH· > O· > O₃ sorgt für einen mehrfachen Angriff auf Schadstoffmoleküle – besonders wirksam bei Verbindungen mit C–H-, C–C-, C–N- und C–O-Bindungen, die im VUV-Bereich effizient photolysiert werden.

UV-Photokatalyse (optional TiO2)

Optional kann das oxylight®PRO-System mit einem photokatalytischen Filterrack ausgestattet werden. TiO₂ wird durch UV-Bestrahlung aktiviert und erzeugt Elektron-Loch-Paare (e⁻/h⁺), die Wasser und Sauerstoff zu weiteren Hydroxylradikalen und Superoxidanionradikalen (O₂·⁻) umsetzen. Das Ergebnis ist eine zweistufige Oxidationskette, die auch schwer flüchtige organische Verbindungen vollständig mineralisiert.

Die VUV-Photooxidation positioniert sich als energieeffizientestes Verfahren für niedrige bis mittlere VOC-Konzentrationen.

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Erfahren Sie mehr über die Wirkprinzipien

Prozesse

Die oxylight®PRO-Technologie ist überall dort die richtige Wahl, wo konventionelle Verfahren an ihre Grenzen stoßen und wird vor allem für folgende Prozesse eingesetzt:

Anwendungen

Das oxylight®PRO-System ist ein modulares Abluftreinigungssystem für den direkten Einbau in bestehende oder neue Abluftkanäle. Die Hochleistungs-VUV-Strahler sind auch bei Umgebungstemperaturen bis 80 °C wirksam und erreichen eine Nutzlebensdauer von bis zu 10.000 Betriebsstunden. Das System ist als Nachrüstlösung für bestehende Anlagen oder als OEM-Lösung erhältlich. Für höhere Volumenströme werden mehrere Module in Reihe oder parallel konfiguriert. Der oxylight®PRO ist optional mit einem photokatalytischen TiO₂-Filterrack für erhöhte Abbauleistung erhältlich.
Für Anwendungen mit brennbaren Gasen oder in explosionsgefährdeten Bereichen (Ex-Zonen) sind oxylight®PRO-Systeme mit ATEX-Zertifikat erhältlich. Diese Sonderausführungen erfüllen die Anforderungen der ATEX-Richtlinie 2014/34/EU und ermöglichen den sicheren Einsatz in der Petrochemie, Chemie und anderen Ex-Bereichen.

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Was oxylight®PRO von anderen Verfahren unterscheidet

  • Faktor 10 geringere Invesitionskosten vs. thermische Verbrennung
  • Einfach nachrüstbar
  • Keine Verbrauchsmaterialien außer Strahlern
  • ATEX-zertifiziert für brennbare Atmosphären
  • Erweiterbar durch photokatalytischen TiO2-Filter
  • Konform zu TA-Luft und Bundes-Immissionsschutzgesetz
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  • Kostenlose Erstberatung und Abluftcharakterisierung
  • Pilotversuche mit Testsystemen für Voll- und Teilvolumenströme
  • ATEX-konforme Auslegung auf Anfrage
  • Unterstützung bei Genehmigungsverfahren (TA-Luft, BImSchG)

Schlüsselparameter für die Anlageauslegung

  • Schadstoffspektrum und VOC-Zusammensetzung (Substanzklassen, Konzentrationen in mg/m³)
  • Volumenstrom (m³/h, typisch 500–20.000 m³/h für VUV-Oxidation)
  • Verweilzeit im Reaktor (typisch ~1 s bei niedrigen Konzentrationen)
  • Temperatur und Feuchte des Abluftstroms
  • Erforderlicher Abscheidegrad (%) gemäß TA-Luft / BImSchG / behördlicher Auflage
  • ATEX-Anforderungen (Ex-Zone, Gasgruppe, Temperaturklasse)

Wir begleiten Sie hierbei von der Planungsphase bis zur Umsetzung!

Häufige Fragen

  • Für welche VOC-Konzentrationen ist VUV-Photooxidation geeignet?

    VUV-Oxidation mit oxylight®PRO ist optimal für Konzentrationen bis etwa 500 mg/m³ und Volumenströme von 500–20.000 m³/h. Bei höheren Konzentrationen oder Volumenströmen sind thermische oder katalytische Verfahren wirtschaftlicher. Peschl Environment empfiehlt immer eine Vorabanalyse des Schadstoffspektrums, da die Abbaueffizienz stark von der Substanzklasse abhängt.

  • Wie lange dauert die Installation eines oxylight®PRO-Moduls?

    Standardmodule sind als Plug-and-Play-Lösungen konzipiert. Die Integration in einen bestehenden Kanal erfolgt typischerweise innerhalb eines Tages durch ein Fachunternehmen – ohne Produktionsunterbrechung, da die Module in einem kurzen Stillstandsfenster eingebaut werden können. Komplexere Anlagen mit mehreren Modulen, Steuerungstechnik und Überwachungssensoren erfordern entsprechend längere Inbetriebnahmezeiten.

  • Was passiert mit überschüssigem Ozon?

    VUV-Strahlung erzeugt Ozon als Nebenprodukt im Oxidationsprozess. Bei korrekt ausgelegten Systemen wird das Ozon im Reaktor weitgehend verbraucht. Peschl Environment berücksichtigt bei der Anlagenauslegung die sichere Restozon-Behandlung (z. B. durch Ozonkatalysatoren oder Verlängerung der Verweilzeit) und stellt sicher, dass die Ozonkonzentration am Auslass die gesetzlichen Grenzwerte (MAK-Wert: 0,1 ppm) unterschreitet.

  • Ist oxylight®PRO auch für Geruchsemissionen ohne messbare VOC-Konzentration geeignet?

    Ja. Geruchsstoffe sind häufig bereits in Spurenkonzentrationen (ppb-Bereich) wirksam, während sie analytisch kaum messbar sind. VUV-Photooxidation ist besonders effizient bei der Zerstörung von Geruchsmolekülen, da selbst kleinste Schadstoffmengen von den hochreaktiven Radikalen erfasst werden. Etablierte Installationen in der Lebensmittelindustrie belegen Geruchsreduktionen von bis zu 90 %.

  • Welche Normen und Vorschriften sind für die Genehmigung relevant?

    Relevant sind insbesondere: TA-Luft (Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft), BImSchG (Bundes-Immissionsschutzgesetz), VDI-Richtlinien zur Geruchsimmissionsprognose (VDI 3883, VDI 3940) sowie branchenspezifische Anforderungen.