Abwasser Industrie
Industrielle Abwasserbehandlung durch Advanced Oxidation
Pharmazeutische Wirkstoffe, Zyanide, Komplexbildner, CSB-Frachten, Lösungsmittel, Biozide – viele Industrieabwässer enthalten organische Verbindungen, die biologische Klärstufen passieren, ohne abgebaut zu werden. Die regulatorischen Anforderungen steigen vor allem seit die EU-KARL-Richtlinie die 4. Reinigungsstufe vorschreibt. Grenzwerte werden enger und Direkteinleiter stehen unter zunehmendem Druck.
Hydroxylradikale: Der Schlüssel zur vollständigen Mineralisation
Peschl Environment setzt bei der Abwasseraufbereitung auf UV-gestützte Advanced Oxidation Processes (AOP): UV-Licht spaltet Wasserstoffperoxid oder Ozon in hochreaktive Hydroxylradikale, die organische Schadstoffe in Sekundenbruchteilen vollständig mineralisieren – rückstandsfrei, ohne Sekundärabfälle, skalierbar vom Pilotversuch bis zur industriellen Großanlage.
Was sind Advanced Oxidation Processes?
Advanced Oxidation Processes (AOP) sind photochemische Verfahren zur Aufbereitung von Industrie- und Prozessabwasser, bei denen hochreaktive Hydroxylradikale (·OH) erzeugt werden. Mit einem Redoxpotenzial von 2,80 V gehören Hydroxylradikale zu den stärksten Oxidationsmitteln überhaupt – stärker als Ozon, Chlor oder Wasserstoffperoxid allein.
Diese Radikale greifen organische Schadstoffmoleküle unspezifisch und hocheffizient an und mineralisieren sie weitgehend zu CO₂, H₂O und anorganischen Salzen. AOP-Verfahren sind damit die Methode der Wahl für biologisch schwer oder nicht abbaubare Verbindungen (sogenannte refraktäre Substanzen), die in konventionellen Klärstufen unverändert verbleiben würden.
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