Geruchsbeseitigung

Geruchsemissionen aus industriellen Prozessen sind mehr als eine Belästigung – sie sind ein handfestes Betriebsrisiko. Beschwerden aus der Nachbarschaft führen zu behördlichen Auflagen, Betriebseinschränkungen und im schlimmsten Fall zu Klagen. Gleichzeitig versagen konventionelle Verfahren häufig: Aktivkohlefilter sättigen sich schnell und verursachen hohe Entsorgungskosten; Biofilter brauchen lange Einfahrzeiten, reagieren träge auf Laständerungen und benötigen kontinuierliche Bewässerung und Pflege. Geruchsstoffe entstehen oft in niedrigen Konzentrationen im ppb-Bereich – weit unterhalb analytischer Nachweisgrenzen, aber deutlich wahrnehmbar für die menschliche Nase.

Industrien

  • Abfallwirtschaft und Kläranlagen (H₂S, Mercaptane, Amine)
  • Tierhaltung und Schlachthöfe (NH₃, biogene Amine)
  • Lebensmittel- und Genussmittelindustrie (Frittierdämpfe, Röstaromen, Fischverarbeitung)
  • Gummi- und Kunststoffverarbeitung (Styroldämpfe, organische Säuren)
  • Papier- und Zellstoffindustrie (Sulfidverbindungen, Terpene)
  • Kompostieranlagen und Biogasanlagen.

Einsatzbereich

Abluftströme mit Geruchskonzentrationen im ppb- bis ppm-Bereich (GE/m³ nach VDI 3883/3940), Volumenströme 500–20.000 m³/h. Geeignet als alleinige Behandlungsstufe für Geruchsemissionen ohne nennenswerte VOC-Konzentration sowie als Kernstufe in Kombination mit mechanischer Vorreinigung (Fettabscheider, Tropfenabscheider) für feuchte oder fetthaltige Abluftströme.

Verfahren mit oxylight®PRO

VUV-Strahlung unterhalb von 200 nm erzeugt im Abluftstrom Hydroxylradikale (·OH), angeregten atomaren Sauerstoff O(¹D) und Ozon. Diese hochreaktiven Spezies greifen Geruchsmoleküle – Schwefelwasserstoff, Mercaptane, Amine, Aldehyde, Fettsäuren – oxidativ an und mineralisieren sie zu geruchlosen Endprodukten (CO₂, H₂O, SO₄²⁻, NO₃⁻). Die Reaktivitätskaskade ·OH > O· > O₃ gewährleistet einen mehrfachen Angriff selbst auf Spurenkonzentrationen: typische Geruchsreduktionsraten mit oxylight®PRO liegen bei 70–95 %, in der Lebensmittelindustrie sind Werte bis 90 % etabliert und behördlich anerkannt. Da VUV-Oxidation nur Ersatzlampen nach der erreichten Lampendauer benötigt und mit geringer Einfahrzeit sofort wirksam ist, sind Betriebskosten und Wartungsaufwand gegenüber Biofiltern und Aktivkohle deutlich geringer.

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