Pharma & Feinchemie

Warum konventionelle Verfahren bei Pharmaabwasser versagen

Produktionsabwässer aus der pharmazeutischen Industrie und Feinchemie gehören zu den anspruchsvollsten Abwasserströmen überhaupt. Sie enthalten biologisch aktive Wirkstoffe (APIs), Synthesezwischenprodukte, hormonwirksame Substanzen (EDCs), zytotoxische Verbindungen und schwer abbaubare Lösungsmittel – oft in Kombinationen, die biologische Klärstufen hemmen oder vollständig blockieren. Selbst bei geringen Konzentrationen im ng/l-Bereich entfalten viele APIs ökotoxikologische Wirkungen in Oberflächengewässern.
UV-gestützte Advanced Oxidation Processes (AOP) sind die einzige Technologie, die diese Verbindungen vollständig und rückstandsfrei mineralisiert – ohne biologische Einschränkungen, ohne Filterverbrauch, skalierbar vom Labor bis zur industriellen Großanlage.

Typische Zielsubstanzen

APIs und Syntheseintermediate (Antibiotika, Zytostatika, Hormone, NSAIDs)
Endokrin wirksame Verbindungen (EDCs): Ethinylestradiol, Bisphenol A, Phthalate
Zytotoxische Verbindungen und Genotoxine (Irinotecan, Cyclophosphamid)
Schwer abbaubare Lösungsmittel: DMF, NMP, DMSO, THF, Acetonitril
Komplexbildner: EDTA, NTA, Citrat
Biozide, Konservierungsmittel, Detergenzien

Das passende Verfahren

Nicht jede pharmazeutische Verbindung wird durch dasselbe AOP-Verfahren optimal abgebaut. Peschl Environment wählt auf Basis substanzspezifischer UV-Absorptionsdaten und Abbaukinetiken das geeignete Verfahren aus – oder kombiniert mehrere Prozessstufen:

  • Direkte UV-Photolyse (254 nm)
  • UV/H₂O₂-AOP
  • Photo-Fenton (UV/Fe²⁺/H₂O₂)

Prozessschritte für pharmazeutische Abwässer

  • Abwassercharakterisierung

    (API-Analytik, UV-Transmission, CSB, pH, Volumenstrom)

  • Laborversuche

    zur Abbaukinetik und Verfahrensauswahl

  • Pilotversuch on-site

    mit oxylight®AOP 4 – Bestimmung von Degradationskurve, H₂O₂-Verbrauch, CAPEX/OPEX

  • Auslegung und Bau

    des kommerziellen oxylight®AOP-Skids

  • Inbetriebnahme

    Validierung, Betrieb und Monitoring

Einsatzbereiche in Pharma & Feinchemie

Produktionsabwässer aus Wirkstoffsynthese

Syntheseabwässer aus der API-Produktion enthalten oft Mischungen aus Ausgangsstoffen, Intermediaten und Nebenprodukten mit CSB-Werten von 500–50.000 mg/l. AOP als alleinige Behandlungsstufe oder als Vorbehandlung zur Toxizitätselimination vor einer nachgeschalteten Biologie.

CDMOs und Auftragsproduktion

Contract Development and Manufacturing Organisations (CDMOs) produzieren hochdiversifizierte Wirkstoffportfolios in variierenden Chargengrößen. AOP-Systeme müssen flexibel auf wechselnde Abwasserzusammensetzungen reagieren. Der oxylight®AOP ermöglicht die Anpassung von Lampenleistung, H₂O₂-Dosierung und Verweilzeit über das processCONTROL-System.

Formulierungsabwässer

Abwässer aus der Tablettenproduktion, Granulierung und Verkapselung enthalten Hilfsstoffe (Weichmacher, Bindemittel, Tenside) und Wirkstoffspuren. Häufig biologisch schlecht abbaubar; AOP als Polishingstufe auf Einleitwerte < 10 mg/l CSB.

Laborabwässer aus F&E

Pilotanlagen und Forschungslabore erzeugen kleine, hochbelastete Abwassermengen (< 1 m³/h) mit unbekannter oder wechselnder Zusammensetzung. Der oxylight®AOP 4 als Batch-System ist ideal für diese Aufgabe – auch als Mietlösung für temporären Bedarf verfügbar.

Erst testen, dann investieren.

Sie wissen noch nicht, ob AOP für Ihr Abwasser die richtige Wahl ist? Der oxylight®AOP gibt Ihnen die Antwort - on-site, mit Ihrem realen Abwasser, in wenigen Wochen. Das Ergebnis: belastbare Abbaudioten, klare CAPEX/OPEX-Zahlen, null Investitionsrisiko.

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