CSB / BSB Abbau

Probleme bei CSB / BSB-Abbau

Ein hoher chemischer Sauerstoffbedarf (CSB) bzw. biochemischer Sauerstoffbedarf (BSB) im Industrieabwasser signalisiert eine hohe Fracht an organischen Verbindungen – gelöst oder partikulär, biologisch abbaubar oder refraktär. Direkteinleiter unterliegen CSB-Grenzwerten je nach Branche zwischen 100 und 1.000 mg/l (AbwV, EU-Kommunalabwasserrichtlinie); Überschreitungen führen zu Einleitverboten und Strafgebühren. Biologische Klärstufen versagen bei refraktären, toxischen oder biologisch hemmenden Abwässern vollständig.

Industrien

  • Pharmazeutische und chemische Industrie
  • Lebensmittel- und Getränkeindustrie
  • Textilfärbereien
  • Papierfabriken
  • Galvanik
  • Ölmühlen
  • Gerbereien
  • Abwässer aus chemisch-physikalischen Anlagen

Einsatzbereiche

  • Abwässer mit CSB 5–80.000 mg/l
  • Volumenströme 1–50 m³/h
  • AOP als Vorbehandlung (Toxizitätselimination vor Biologie)
  • als Nachbehandlung (Polishing auf Einleitwert)
  • als alleinige Stufe bei hochkonzentrierten, schwer abbaubaren Strömen
  • Photolyseverfahren bei CSB < 1 mg/l für ultra-niedrige Ablaufwerte

Verfahren mit AOP

UV/H₂O₂-AOP erzeugt Hydroxylradikale (·OH), die organische Moleküle unspezifisch angreifen und über Radikalkettenmechanismen zu CO₂, H₂O und anorganischen Salzen mineralisieren. Die CSB-Reduktion folgt einer Kinetik pseudo-erster Ordnung; die Abbaurate hängt von UV-Transmission, H₂O₂-Konzentration und Fluenz (J/m²) ab. Der oxylight®AOP-Pilot ermittelt on-site die Degradationskurve und den spezifischen H₂O₂-Verbrauch als Grundlage für die Auslegung der Produktionsanlage.